THEMENFÜHRUNGEN

Der Biber

F1 · DER BIBER

Jahreszeitlich finden die Führungen im März und April statt, bevor das Wachstum der Stauden einsetzt, um eine leichteren Zugang zu den Biberburgen, - dämmen und - rutschen zu ermöglichen.

Die Themenführung dauert ca. 3 Stunden und findet auch bei schlechtem Wetter statt (außer bei Starkregen und Sturm).

Die verbindliche Anmeldung erfolgt über das Buchungsformular. Die Themenführungen sind für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenfrei. Die Führungen finden jeweils Samstag um 8.30 Uhr ab 5 Personen statt. Treffpunkt ist der Haupteingang des Rathauses der Gemeinde Roßbach. Die Anmeldung ist spätestens 3 Tage (bis einschließlich Mittwoch) vor Stattfinden der Führung möglich.

März: 05.03. / 12.03. / 19.03. / 26.03.
April: 02.04. / 09.04. / 16.04. / 23.04. / 30.04.

Der Europäische Biber ist das größte Nagetier Europas und das zweitgrößte weltweit. Ein ausgewachsenes Tier wird etwa 1,30 Meter lang. Davon entfallen rund 30 Zentimeter auf die „Kelle“, den typischen Schwanz des Bibers. Biber leben in geräumigen Wohnbauten, den Biberburgen. Häufig gibt es mehrere davon im Revier. Der geschickte Hoch- und Tiefbauer errichtet sie aus abgenagten Zweigen, Ästen und Schlamm. Dadurch entstehen stille Wasserbecken fast ohne Strömung, sauerstoffreiche Wirbel und sichere Verstecke für zahlreiche Wasserbewohner.

Bevorzugt baut er seine Wohnhöhlen in die Uferböschung, die sogenannten Biberröhren. Der Eingang zur Biberwohnung muss immer unter Wasser liegen, sonst fühlt sich die Biberfamilie nicht sicher. Wechselt der Wasserspiegel stark oder ist ein Gewässer zu seicht, reguliert er den Wasserstand kurzerhand durch seine typischen Biberdämme. Durch die zeitweisen Überschwemmungen entstehen wertvolle Feuchtbiotope. Biber sind monogam, sie gehen eine lebenslange Ehe ein. Nur wenn einer der Partner stirbt, sucht sich das überlebende Tier einen neuen Lebensgefährten. Mit dem Nachwuchs des aktuellen und des vorigen Jahres lebt das Biberpaar in Familienverbänden zusammen. Erst mit zwei Jahren werden die Biberjungen von ihren Eltern vertrieben und müssen sich eine eigenes Revier erobern.

Leider verursacht der Biber für uns Menschen auch Schäden, da Wege untergraben, Felder und Wiesen vernässt und Bäume gefällt werden. Aber der Biber sorgt auch für den Erhalt und die Verbesserung der Artenvielfalt, der Grundwasseranhebung und für die Wasserrückhaltung.

Wir besichtigen Biberburgen, -dämme und -rutschen u. a. die größte bewohnte Biberburg im Gemeindegebiet, beobachten Biberfamilien und folgen dem Biber entlang seines Reviers.

Wasserfeste Schuhe und wetterentsprechende Kleidung sind notwendig. Zur besseren Beobachtung bitte ein Fernglas mitbringen.